Am Donnerstag, den 17. Februar 2010, wird in München der ForBAU-Kongress mit dem Thema Digitale Baustelle - innovativer Planen, effizienter Ausführen stattfinden. Der 2. ForBAU-Kongress stellt dieses Mal die durchgängigen Nutzung Digitaler Werkzeuge über den gesamten Bauprozess in den Mittelpunkt. In Vorträgen und Livevorführungen werden Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft Möglichkeiten vorstellen, wie das Bauen zukünftig aussehen kann. Darüber hinaus wird bei dem Kongress das gleichnamige Buch
Digitale Baustelle - innovativer Planen, effizienter Ausführen
Werkzeuge und Methoden für das Bauen im 21. Jahrhundert
vorgestellt werden. Weitere Informationen zum Inhalt finden Sie hier.
Näheres zu Programm und Anmeldung wird auf dieser Seite ab November zu finden sein.
zur letzten Vollversammlung des Forschungsverbunds ForBAU möchten wir alle am Projekt beteiligten Partner herzlich eingeladen. Bei diesem Treffen werden wir den Stand der Forschungsarbeiten vorstellen und mit Ihnen zusammen diskutieren.
Das Treffen wird an der TU München in Garching Fakultät für Maschinenwesen Raum MW1450 stattfinden, eine Anfahrtsskizze finden Sie hier. Wenn Sie Interesse haben, an diesem Termin teilzunehmen, melden Sie sich bitte bis zum 11.10.2010 bei Fr. Klaubert (klaubert@fml.mw.tum.de) an.
Vom 19.4.-25.4.2010 präsentierte sich ForBAU auf der bauma. Es konnten in dieser Woche zahlreiche interessanten Gespräche geführt werden. Premiere feierte der Demonstrator des Intelligenten Tankssystems kurz I-Tank. Mit diesem System kann die Verwechslung von Schmierstoffen auf der Baustelle vermieden werden.
Falsche Schmierstoffe in Baumaschinen können zum Totalausfall der Maschine führen. Hohe Kosten durch den Ausfall und die Instandsetzung der Maschine sind die Folge. Um dies zu verhindern wurde die I-Tank Lösung entwickelt, die die Betankung bzw. die Wartung der Maschinen mit den geeigneten Schmierstoffen technisch unterstützt . Hierfür werden aktive Funkknoten, sogenannte Sensorknoten, eingesetzt, die bei der Befüllung prüfen, ob das richtige Öl verwendet wird. Sensorknoten sind Rechner in der Größe einer Streichholzschachtel. Diese Kleinst-Rechner können autonom, d.h. unabhängig von zusätzlicher Infrastruktur agieren und untereinander Informationen austauschen.

Der erste ForBAU-Kongress kann als voller Erfolg gewertet werden. Die Thematik "Digitale Baustelle - ein Weg zur neuen Partnerschaft" lockte mehr als 200 Fachbesucher in das Oskar von Miller Forum nach München.
Das hohe Interesse an dem Kongress bestätigte uns, dass unser Vorhaben längst kein reines Forschungsthema mehr ist, sondern sich längst auf dem Weg in die Praxis befindet. Dies bewies auch die mit 60% hohe Beteiligung der Industrie.

„Es ist für uns sehr spannend zu sehen wie sich das Interesse an unserer Forschungsidee aber auch allgemein an der Digitalisierung der Bauwelt in den vergangen Jahren gesteigert hat", so Prof. Willibald Günthner, Sprecher des Verbundes. „Während wir am Anfang lange Diskussionen über den Sinn Digitaler Werkzeuge in der Baubranche geführt haben, ist das Interesse heute so groß, dass wir mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze für den Kongress haben".
Prof. Günthner stellte in seinem Vortrag dar, wie die digitale Baustelle als Basis für die Zusammenarbeit in einem Bauprojekt genutzt werden kann, in dem er Parallelen zu verwandten Industrien wie dem Anlagenbau zog.
„Dreidimensionale Planung und die konsequente, durchgängige Nutzung digitaler Werkzeuge im Bauprozess ist unsere Strategie für die Zukunft", betonte Johann Bögl, Gesellschafter der Firmengruppe Max Bögl in seinem Vortrag über die Kooperationspotentiale der digitalen Baustelle. Er stellt dabei heraus, dass die Nutzung digitaler Werkzeuge von der Planungsphase bis hin zur Ausführungsphase bereits heute schon erhebliche Vorteile gegenüber den traditionellen zweidimensionalen, papierbasierten Methoden bietet.
Auch die Darstellung der Bauprozesse aus heutiger und zukünftiger Sicht aus dem Blickwinkel des Bauherren, der von Dr. Uwe Willberg, Baudirektor der Autobahndirektion Südbayern, der des Planers, der von Dieter Stumpf, Geschäftsführer der SSF Ingenieure GmbH und der der Bauausführung, der von Dr. Karsten Beckhaus von Bauer Spezialtiefbau GmbH dargestellt wurde, zeigten deutlich den Trend zum verstärkten Einsatz von digitalen Werkzeugen im Bauumfeld.
Johann Bögl
Wie das Zusammenspiel von 3D CAD-Systemen und zentralem Datenmanagement die Arbeit ganz konkret erleichtern und beschleunigen kann wurde in einer Livedemonstration von den Mitarbeitern des Forschungsverbundes ForBAU vorgestellt. Die anschließende Diskussion zeigte das große Interesse des Publikums. Die vorgestellten Technologien für die Bauausführung, wie z.B. das Laserscanning zur Bestandsdokumentation, RFID als neue Kennzeichnungstechnologie für die Baustelle oder die Ablaufsimulation zur frühzeitigen Optierung von Bauablaufplänen lieferten einen spannenden Einblick über Möglichkeiten, den Bauprozess schon heute entscheidend zu verbessern.

Podiumsdiskussion mit (v.li.) Karl Goj, Dr. Uwe Willberg, Prof. Willibald Günthner,
Dieter Stumpf, Dr. Karsten Beckhaus, Prof. Ernst Rank
Insgesamt wurde der Kongress als voller Erfolg gewertet, da er neben spannenden Vorträgen den Fachleuten genügend Zeit zum Austausch bot. Wolfgang Stoermer, Geschäftsführer des Bauindustrieverbands Bayern fasste den Kongress als „eine rundum gelungene Veranstaltung, die gezeigt hat wohin sich in Zukunft das Bauen entwickelt wird. Gerade an diesem Forschungsprojekt zeigt sich, dass die Bauindustrie eine High-Tech Branche ist" zusammen.
Die Begutachtung fand am 19. März in der TUM in Garching statt. Die ForBAU-Mitarbeiter stellten den Gutachtern die Fortschritte des vergangenen Jahres vor, die im Anschluss von den Gutachtern bewertet wurden. Das offizielle Ergebnis wird Mitte April bekanntgegeben.
ForBAU präsentiert sich auf folgenden Messen mit einem Stand:
Bauma 2010, München vom 19.04. - 25.04.2010
Cebit Australia 2010, Sydney vom 24.05 - 26.05.2010