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Ladehilfsmittel

Ladehilfsmittel, engl.: loading aid


Ladehilfsmittel werden sowohl im innerbetrieblichen wie außerbetrieblichen Transport verwendet. Die wichtigsten Ladehilfsmittel sind Behälter (z.B. Kleinladungsträger), Tablare, Paletten, Gitterboxen oder Container.


Ladehilfsmittel stellen die Transportfähigkeit beliebiger Güter durch Zusammenfassung mehrerer Fördergüter zu einer Fördereinheit her und erleichtern durch Bildung uniformer logistischer Einheiten den Transport von Gütern. Sie bieten Schutz vor äußeren Einflüssen und dienen zur Ladungssicherung. Sie eröffnen Identifikationsmöglichkeiten durch Auto-Ident-Technologien. Bisher ist die Identifikation von Ladehilfsmitteln mit Barcodes üblich, aber die RFID-Technologie bietet hierbei Potenziale. Diese Potenziale können auch beim standort- oder unternehmensübergreifender Austausch genutzt werden, der durch standardisierte Ladehilfsmittel verbessert wird. Im Gegensatz zu einem geschlossenen innerbetrieblichen Kreislauf von Ladungsträgern, wird v.a. im Automobilbereich der Austausch von Ladungsträgern oft auf die Zulieferindustrie ausgedehnt, um ein Umpacken der Transportgüter zu vermeiden. In diesem Zusammenhang spricht man von einem Ladehilfsmittel-Pool, wenn mehrere Unternehmen Zugriff auf die umlaufenden Ladehilfsmittel haben. Ladehilfsmittel bieten einheitliche Greif-, Handhabungs- und Transportmöglichkeiten. Dabei ist die Einhaltung von Standardmaßen eine Voraussetzung für den durchgängigen Einsatz von Ladehilfsmittel in der Transportkette und bei der Zusammenstellung von Gebinden. Die Einführung von Modulmaßen nach DIN 55510 ermöglicht eine flächenverlustfreie Bildung von Transporteinheiten durch verschiedenartige Ladehilfsmittel. Am Beispiel der Systeme ISO- und Europalette sind in Abb. 1 die Modulmaße anhand der Bildung von Transporteinheiten dargstellt.


Abb. 1: Modulmaße für die Systeme ISO- und Euro-Palette

Aufgrund der verschiedenen Anforderungen, die an Ladehilfsmittel gestellt werden, existiert eine große Variantenvielfalt. Eine Einteilungsmöglichkeit der Varianten stellt die Traglast dar, da mit zunehmender Behältergröße eine Tragfähigkeitssteigerung verbunden ist (vgl. Abb 3). Kleinladungsträger werden demnach bis 50 kg Tragfähigkeit und in einer maximalen Größe 600 x 400 mm, Großladungsträger bis zu 1 t Tragfähigkeit und einer maximalen Größe von 1.200 x 1.000 mm eingesetzt. Darüber hinaus lassen diese sich auch danach unterscheiden, ob die Ladung umschlossen wird (Behälter) oder ob diese nur als Träger für die Ladung dienen (Tablar und Palette).

Abb. 3: Modulmaße für die Systeme ISO- und Euro-Palette




Quellen

[1] : DIN 15146, Vierwege-Fachpaletten aus Holz, 1991.

[2] : UIC 435-2, Gütenorm für eine europäische Vierweg-Flachpalette aus Holz, 2005.

[3] : DIN 55510, Verpackung - Modulare Koordination im Verpackungswesen Teil 1-3, 2005.

[4] : DIN 30820, Teil 1-5 Klein-Ladungs-Träger-System (KLT-System), 1989.

[5] : DIN 15155, Gitterboxpalette mit 2 Vorderwandklappen, 1986.