Lehrstuhl fml
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Historie

Mit der Entwicklung der technischen Hochschulen und des Ingenieur-Berufes wurde die Fördertechnik schnell zum Arbeitsfeld der Wissenschaft. Die damalige Technische Hochschule München gründete 1907 einen eigenständigen "Lehrstuhl für Hebezeuge und Förderanlagen", der mit Professor Rudolf Krell besetzt wurde. 1935 übernahm Professor Erich vom Ende den Lehrstuhl, durch die Kriegswirren wurde aber bereits bald der Lehr- und Forschungsbetrieb beeinträchtigt. Nach mehrjähriger Vakanz ermöglichte 1950 Professor Fritz Dreher den Wiederaufbau in den noch zerstörten Hochschulgebäuden. 

1974 wurde Professor Siegfried Böttcher nach München berufen und mit der Umbenennung in "Lehrstuhl und Institut für Förderwesen" erweiterte sich das Aufgabengebiet von der Berechnung und Konstruktion von Fördergeräten hin zu deren industrieller Anwendung und Einbindung. Aus der großen Breite der Fördertechnik entwickelten sich insbesondere die Großgeräte des Kranbaus und der Schüttgutförderung sowie die Seilbahntechnik zu Forschungsschwerpunkten.  

Mit der Übernahme des Lehrstuhls durch Professor Willibald A. Günthner im Jahre 1994 begann ein starker Ausbau der Lehr- und Forschungsumfänge um die Arbeitsgebiete Materialflusstechnik und Logistik, was auch durch die erneute Umbenennung in "Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik" (fml) zum Ausdruck kam. Damit werden alle wesentlichen Gebiete der Technischen Logistik behandelt: Neben der Auslegung und Berechnung der Fördermittel stellen die Steuerung und Optimierung von Logistikprozessen durch innovative Ident-Technologien (RFID), die Logistikplanung auf Basis digitaler Werkzeuge sowie die Rolle des Menschen in der Logistik wesentliche Forschungsschwerpunkte dar.

Im Jahr 2007 feierte der Lehrstuhl fml sein hundertjähriges Bestehen im Rahmen einer Festveranstaltung, zu der zahlreiche Gäste aus Wissenschaft und Praxis geladen waren. Mit der Berufung von Prof. Johannes Fottner als Ordinarius begann im Jahr 2016 eine einjährige Übergangsphase, bis Prof. Günthner im Rahmen eines Festkolloquiums in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Heute versteht sich der Lehrstuhl fml als offene Forschungseinrichtung, die sowohl zum wissenschaftlichen Fortschritt auf dem Gebiet der Technischen Logistik als auch zum Wissenstransfer in die Wirtschaft beitragen will. Dazu wurde im Jahre 2006 zusätzlich das Logistik-Innovations-Zentrum (liz) gegründet, in dem vor allem aktuelle Problemstellungen kleiner und mittlerer Unternehmen bearbeitet werden. Auf diese Weise wird den KMUs eine an ihre Bedürfnisse angepasste Forschungsplattform zur Verfügung gestellt, die es den Unternehmen ermöglicht, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern.


 

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hafenkran

 

schiffsentlader

 

kranmessung