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Push-Prinzip
(engl.: push-system)

Das Push-Prinzip ist ein Steuerungskonzept für die Produktion und den Materialfluss. Wesentliches Merkmal beim Push-Prinzip ist, dass eine zentrale Instanz (Steuerung) über die Produktionsmengen und den Materialfluss entscheidet. Die zentrale Steuerung erfasst und verarbeitet alle für den Materialfluss und die Produktion relevanten Daten.


Abb. 1: Prinzipdarstellung des Push-Prinzips

Vorteile
- Anpassungsmöglichkeit aller Materialflüsse an prognostizierbare Schwankungen zukünftiger Kundenaufträge (hoher Lieferservice auch ohne hohe Bestände)
- vollständige Koordination der Materialflüsse in der gesamten Logistikkette zur Minimierung von Transport-, Produktions- und Lagerkosten (Gesamtkostenminimierung)


Nachteile
- Zwang zur zentralen Organisationsform
- hoher Informationsbedarf und Planungsaufwand
- bei nicht-prognostizierbaren Auftragsschwankungen
- hohe Bestände und schlechter Lieferservice
- geringe Reagibilität und hohe Planungsnervosität


Anwendung bei
- MRP-Konzept
- Fortschrittszahlenkonzept




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Quellen:
[1]   Günthner, H.; Tempelmeier, H.: Produktion und Logistik, Berlin: Springer 1997.
[2]   Schönsleben, P.: Integrales Logistikmanagement, Berlin: Springer Verlag 2000.
[3]   Plümer, T.: Logistik und Produktion, Beuth: Oldenbourg Verlag 2003.