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RFID in der Logistik -

Werkzeuge zur Identifikation und Nutzung von RFID Potenzialen

 

Ausgangssituation und Fragestellung

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Die Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) ist eine viel diskutierte Zukunftstechnologie. Mit ihr können an Objekten angebrachte Datenträger kontaktlos und ohne Sichtverbindung identifiziert und die dort gespeicherten Daten dezentral ausgelesen werden. Durch die jederzeit verfügbaren Informationen ergeben sich im Logistikprozess vielfältige Möglichkeiten. Dennoch fällt es laut der BVL-Trendstudie 2005 immer noch 41% der Unternehmen schwer Einsatzpotenziale im eigenen Unternehmen zu finden. Die Umsetzung von AutoIdent-Prozessen mit RFID stellt sich in den meisten Fällen als komplexes, meist strategisches Projekt dar, das ein hohes Maß an Technologiewissen erfordert. Die Auswahl und der gewinnbringende Einsatz von RFID hängen stark von den Bedingungen der logistischen Prozesse ab. Daher werden im Forschungsprojekt Fragestellungen zu Einsatzbereichen von RFID (WE, WA, Lagerverwaltung etc.) und mit RFID unterstützbare Funktionen (Inventuren, Bestandskontrollen, Wareneingangskontrollen etc.) evaluiert und für RFID-Anwender aufbereitet.

Projektziele


Ziel des Projektes ist die Schaffung eines Projektierungswerkzeuges zur Identifikation und Nutzung von RFID-Potenzialen. Dieses Werkzeug soll dem Anwender helfen seine unternehmensspezifischen Prozesse für den Einsatz der RFID-Technologie zu qualifizieren und die daraus entstehenden Einsparungspotenziale zu identifizieren. Abgebildet werden die Prozesse an Hand von Prozessbausteinen, die auf den betrieblichen Materialflussbreichen und der funktionsorientierten Modularisierung aufbauen. Diese werden in enger Anlehnung an die Konzepte zur Modularisierung von Fabrikstrukturen ermittelt. prozessdb_562
Abbildung 1: Prozessbausteinmodell  

Vorgehensweise

Gemeinsam mit den am Projekt beteiligten Firmen werden bestehende Identprozesse aufgenommen und analysiert. Mit der Zuordnung zu Materialflussbereichen und der Untergliederung in RFID unterstützbare Funktionen wird eine Methodik zur einheitlichen Beschreibung von Identifikationsprozessen in Prozessbausteinen ermittelt. Prozessbausteine enthalten dabei technische (z.B. Fördergeschwindigkeiten, Beschaffenheit und Geometrien der Ladungsträger etc.) als auch wirtschaftliche Merkmale (Vorgangszeiten, Automatisierungsgrad, Kennzahl Prozesstransparenz, Verminderung, Schwund etc.).


Weiterhin werden technische Testmethoden für am Markt verfügbare RFID-Komponenten geplant und aufgebaut. Die ermittelten Testergebnisse werden strukturiert abgelegt und können nach verschiedenen Vergleichsparametern geordnet aufgelistet werden.
So können getestete Kombinationen von Lesegeräten, Antennen und Transponden hinsichtlich ihrer erzielten Leistung in jeweils verschiedenen Referenzumgebungen aufgelistet werden. Die Materialparameter im Test können variiert werden, so dass die Testumgebung einen realen Einsatzfall möglichst gut wiederspiegelt. Auch können Transponder auf ihre Reaktion auf unterschiedliche Untergründe und auch internationale Frequenzbereiche vermessen werden.


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Abbildung 2: Messergebnisse Reichweite über Frequenz

 

Angestrebte Ergebnisse

Auf Basis der gebildeten Prozessbausteine entsteht eine internetbasierte Planungsmethodik, in der der Benutzer einen unternehmensspezifischen Prozess mit den für die RFID wichtigen Fragestellungen abbilden kann und so bei der Planung von RFID-Prozessen in seinem Unternehmen unterstützt wird.



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Kontakt

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Technische Universität München
Boltzmannstraße 15
D-85748 Garching

 

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Projektpartner

gefördert von der

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